Peter Jirak Maler » Schriftsteller » Gastrosoph
                           Peter Jirak                           Maler » Schriftsteller » Gastrosoph

Die Kunst und die Künste

Vom Werkstück des Handwerkers zum Bild, das habe ich zu gestalten und zu formen bei meinem Vater Karel gelernt, der ein guter Maler war, und vor allem ein grundlegender Handwerker.

Heute verstehen weder die Täter noch ihre Opfer etwas von Kunst, denn es gib fast nichts, das nicht Ware ist. Die Ware aber hat zur Kunst ein Verhältnis wie ein Furz zu einem Geistesblitz.

Es gab im Abendland die großartige Herrschaft des Bildes und mit ihm den Sieg über die Ikonoklastik. Einen Höhepunkt dieses Kampfes zwischen zwei grundlegend diversen Prinzipien stellt Raphaels Tanz ums Goldene Kalb dar, und vor allem Poussins Bild mit dem gleichen Titel.

Für mich ist ein Bild die Sprengung des Panoptikums, dass das freie Auge ein Universum erblicke, das im parergon eindimensionaler Materialität erscheine.

In der Kunst ist die Idee (Platon) genauso wichtig, wie das Material der Sinne: Ob nun mit Farben gestaltet, in Ton geformt, aus Stein gehauen oder mit Rötel auf Kalk gezeichnet, ist gleichgültig. Max Liebermann hat recht, der da sagt: Jede Innovation in der Kunst wird durch eine neue Technik bewirkt.

Aktuelles

Peter Jirak ist am 10. Februar 2015 in München verstorben.

 

Ich bin nicht tot,

ich tauschte nur die Räume.

Ich leb' in euch,

ich geh' in eure Träume.

 

(Michelangelo Buonarroti)

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dr. Peter Jirak