Peter Jirak Maler » Schriftsteller » Gastrosoph
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Gastrosophischer Diskurs:

Sage mir, was du isst, ich sage dir wer du bist. Sage mir was du nicht isst, ich sage dir, wer du bist. Heute früh aß ich grusinischen Speck, rote Zwiebeln aus Tropea, Roggenbrot und dazu trank ich einen Wodka Absolut. Sage mir, wer ich bin.

Die Gastrosophie, die mich mehr als dreißig Jahre beschäftigt, ist bekanntlich eine Erfindung von Charles Fourier. Er ist der große Zeitgenosse der Französischen Revolution, starb kniend mit einer Rose in der Hand und ist einer der wenigen Philosophen der Magenweisheit. Ich widmete ihm ein Buch – Erotik und Gourmandise -, das weiter zu schreiben ist.

Ja, so vieles beginnt der Mensch und setzt es fort oder auch nicht. Im Moment schreibe ich ein gastrosophisches Tagebuch, in dem ich jeden Tag aufzeichne, was ich zu essen und zu trinken erfinde oder bloß finde. Speisen und Trank sind von allen materiellen Gütern die wichtigsten, aber eben auch geistiger Natur. Wie überhaupt der Dualismus von Materie und Geist ein längst überwundener ist und nur Reaktionäre und ewig Gestrige den Dual auf ihre Fahnen schreiben. Nein, eingedenk bestimmter Philosopheme ist alles zweimal zu negieren, um in ein Drittes aufgehoben zu werden. Darüber hinaus soll alles Urteilen, das an sich notwendig ist, an und für sich – über den Schluss hinaus, in eine epoché münden.

Aktuelles

Peter Jirak ist am 10. Februar 2015 in München verstorben.

 

Ich bin nicht tot,

ich tauschte nur die Räume.

Ich leb' in euch,

ich geh' in eure Träume.

 

(Michelangelo Buonarroti)

 

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© Dr. Peter Jirak