Peter Jirak Maler » Schriftsteller » Gastrosoph
                           Peter Jirak                           Maler » Schriftsteller » Gastrosoph

Biographische Note

Peter Jirak wird 1939 in Marburg an der Drau als Sohn eines Malers geboren und wächst in einer altösterreichischen Familie auf. Aus dem zerstörten Königreich Jugoslawien flieht die Familie nach Österreich.

 

Er maturiert 1957, studiert dann Malerei in Wien an der Akademie der Bildenden Künste bei Gütersloh; Bildhauerei bei Wotruba, Wandmalerei in Zagreb bei Hegedušić. Besucht die Universität in Wien und wird dort 1972 zum Doktor der Philosophie promoviert.

 

Als Vorsitzender der Sozialistischen Österreichischen Studenten (SÖS) wird Peter Jirak zur persona non grata im österreichischen Wissenschaftsbetrieb, 1969 erfolgt die formelle Relegierung von der Wiener Universität. Nach Berlin übersiedelt, schließt er sich dem SDS an und gründet nach dessen Auflösung das Projekt „Turbine Moabit“. Später arbeitet er zusammen mit Johannes Agnoli an der Freien Universität Berlin und unterrichtet dort ab 1970 Kunstwissenschaft und an der TU-Berlin Architekturtheorie.

 

Statt einer Professur erhält er 1974 Berufsverbot, arbeitet als Lektor in verschiedenen Verlagen und wandert schließlich in ein kleines ligurisches Dorf aus. Dort kehrt er zur Malerei zurück.

 

Ständige Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Schweden. Ankäufe durch die Albertina und das Kultusministerium in Wien. Werke in Privatbesitz verschiedener Kunstsammler wie Monsignore Mauer Wien, Irmgard Wiese München, u.a.

 

1980 veröffentlicht Peter Jirak seinen ersten Roman „Im Augenblick der Gefahr“ (Stroemfeld/Roter Stern, Frankfurt/Basel). Weitere Publikationen folgen wie Theorie der Architektur, Angst und Illusion, Elan Mortal (Droschel Verlag). Im ProMedia-Verlag Wien erscheinen „Erotik und Gourmandise“ (Ein gastrosophischer Diskurs vom menschlichen Glück) und „Nekrophiler Kapitalismus“, verschiedene Essays in Weg & Ziel, Im Neuen Forum, Die Neue Gesellschaft, etc.

 

Mitbegründer der Slow Food in Italien (1989) und Östererreich. Szenische Gestaltung von Gastmählern; zum Beispiel Der Verlorene Gaumen, Kulturboden Innsbruck; Steirischer Herbst (Beitrag: Nomadologie); Rettung der Welt Trienale (Beitrag: Der Homerische Ziegenmagen).

 

Die Grenzen seines Territoriums:

Der gastrosophische Diskurs

Philosophie und Poesie

Malerei und Kochkunst

 

Peter Jirak lebt heute als freier Maler und Schriftsteller in München.

 

Aktuelles

Peter Jirak ist am 10. Februar 2015 in München verstorben.

 

Ich bin nicht tot,

ich tauschte nur die Räume.

Ich leb' in euch,

ich geh' in eure Träume.

 

(Michelangelo Buonarroti)

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Dr. Peter Jirak